Mobile-Logo

Vereinsausflug FF Berngau-Tyrolsberg 2018

Am 08.09.2018 führte und der Vereinsausflug als erstes zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr, wo wir uns vor der Besichtigung der Lagerfeuerwehr mit einer Brotzeit stärkten. Bei der Besichtigung der Lagerfeuerwehr erhielten wir interessante Einblicke in den Ausbildungsstand der dort eingesetzten „Firefighter“. So besitzen diese nicht nur die gängigen Ausbildungen an den Staatlichen Feuerwehrschulen, sondern benötigen darüber hinaus auch dieselben Ausbildungen, die amerikanische Feuerwehrleute haben. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass die Lagerfeuerwehr jährlich ca. 1.200 Einsätze hat und diese in der Regel mit einem Team von sechs Leuten erledigt. Die Einsätze reichen von Erste-Hilfe-Maßnahmen bei kleineren Unfällen, Reanimationen bis zum Eintreffen des Notarztes bis hin zu den klassischen Brandeinsätzen.

Im Anschluss erhielten wir eine Rundfahrt durch den mit einer Fläche von ca. 233 km² viertgrößten Truppenübungsplatz Europas. Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als Schießplatz für die Bayerische Armee errichtet. Ende der 1930er Jahre wurde unter der nationalsozialistischen Herrschaft der Truppenübungsplatz erheblich vergrößert, was unter anderem die Umsiedlung von etwa 3.500 Menschen zur Folge hatte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Truppenübungsplatz von der US Army übernommen. Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr können alle konventionelle Munition - angefangen von Handfeuerwaffen über Panzer- bis hin zu Artilleriegeschossen - verschossen werden. Auch Hubschrauber und Düsenjäger können dort üben.

Nach dieser sehr interessanten Führung über den Truppenübungsplatz fuhren wir weiter zum Bergbaumuseum Auerbach. Dort wurde uns die Geschichte des Eisenerzabbaus in dieser Gegend nähergebracht. Der Abbau des Erzes begann 1906 und dauerte bis 1978. In dieser Zeit wurden ca. 16 Millionen Tonnen Erz gefördert, die in der „Maxhütte“ in Rosenberg weiterverarbeitet wurden. Im Museum sind neben Bergbaumaschinen der Grube Nitzlbuch und des Annaschachtes, eine Teilschnitt-Gewinnungsmaschine sowie ein dieselgetriebener Fahrschaufellader der Grube Leonie ausgestellt.

Vor dem gemütlichen Abschluss des Ausflugs - dem Haxenessen im Gasthof Grottenhof - besuchten wir noch die Maximiliansgrotte. In der 1596 erstmals schriftlich erwähnten Tropfsteinhöhle (damals wollte Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz die Tropfsteine zu Gold verarbeiten) konnten wir neben vielen spektakulären Tropfsteinformationen auch den größten Tropfstein Deutschlands besichtigen.